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Pressemitteilungen

04.06.2012 | Schultze & Braun | Mitteilung der Pressestelle
Kunex GmbH in Chemnitz produziert weiter

Chemnitz. Die Kunex GmbH in Chemnitz hat wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Am 10. Mai bestellte das Amtsgericht Chemnitz den Rechtsanwalt Dr. Dirk Herzig von Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Das kunststoffverarbeitende Unternehmen beschäftigt 46 Mitarbeiter.

Der Geschäftsbetreib läuft derzeit unvermindert weiter. „Im Moment gilt es, die Kunden und Lieferantenbeziehungen zu stabilisieren und die Liquidität für die Fortführung sicherzustellen“, berichtet der vorläufige Insolvenzverwalter. Dr. Herzig strebt den Erhalt des Unternehmens an. Hierfür werden alle gesetzlichen Möglichkeiten geprüft. Herzig sieht aufgrund einer zufriedenstellenden Auftragslage recht gute Chancen.

Die Kunex GmbH verarbeitet Kunststoffe unter anderem zu Dichtungsbahnen für den Mauerschutz, zu Profilen und Leisten für den Innenausbau und zu Fugenbändern. Ein weiterer Produktbereich sind Kunststoff-Elemente für die Innenverkleidung von Kraftwerks-Kühltürmen, so genannte Kühlturmeinbauten. In diesem Bereich kam es in den zurückliegenden Monaten branchenweit zu Auftragsrückgängen. Die damit verbundenen Verluste sowie die langen Zahlungsziele führten zu Liquiditätsengpässen bei Kunex und letztlich zum Insolvenzantrag.

Bereits vor dem Insolvenzantrag hatte die Geschäftsführung eine Unternehmensberatung mit der Erstellung eines Sanierungsgutachtens beauftragt und Gespräche mit Investoren zwecks Übernahme einzelner Unternehmensteile gesucht. Diese außergerichtlichen Sanierungsbestrebungen konnten jedoch vor der Insolvenz nicht zu Ende gebracht werden. Herzig hat bereits unmittelbar nach seiner Bestellung die Kontakte zu den möglichen Investoren aufgenommen.

Über das nun eingeleitete vorläufige Insolvenzverfahren wacht ein vorläufiger Gläubigerausschuss, auf dessen Vorschlag Dr. Dirk Herzig zum vorläufigen Verwalter bestellt wurde.

Er lobt die besonders schnelle und unbürokratische Zusammenarbeit mit der örtlichen Agentur für Arbeit. Die Insolvenzgeld-Vorfinanzierung für den April war binnen weniger Tage bewilligt; die für den Mai ist beantragt. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die 48 Beschäftigten die Fortführungsbemühungen durch Bereitstellung ihrer Arbeitskraft unterstützen. Diesbezüglich hat Dr. Herzig einen sehr positiven Eindruck: „Hier ziehen alle an einem Strang.“

Pressekontakt:

Uwe Amrhein

Mail: Uamrhein@schubra.de, Telefon: 07841/708-125

Pressemitteilung unter:

http://www.schubra.de/de/presseservice/pressemitteilungen.php

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