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Pressemitteilungen

13.10.2020 | | Mitteilung der Pressestelle
Rettinger Kunststofftechnik stellt Geschäftsbetrieb ein

Unternehmen schließt zum 31. Januar 2021

Kein Investor bereit, Unternehmen zu übernehmen

Insolvenzverwalter Tobias Hirte von Schultze & Braun: „Mitarbeiter haben vollen Einsatz gezeigt, gerade in den Zeiten, in denen wir auf Kurzarbeit zurückgreifen mussten“

Pfinztal. Die Rettinger Kunststofftechnik GmbH stellt mit Wirkung zum 31. Januar 2021 ihren Geschäftsbetrieb ein. Das teilte der Insolvenzverwalter des Herstellers von Kunststoffspritzgussteilen, Tobias Hirte von Schultze & Braun den rund 60 verbliebenen Mitarbeitern heute bei einer Belegschaftsversammlung mit. Trotz intensiver Suche fand sich kein Investor für das angeschlagene Unternehmen.

Der Markt für Kunststoffspritzguss-Produkte ist von Überkapazitäten und starker internationaler Konkurrenz geprägt. Er unterliegt daher einem hohen Kostendruck. Auch die Unsicherheiten in Bezug auf die weitere Entwicklung der Wirtschaft in Pandemie-Zeiten ist ein ganz erheblicher Faktor bei der Suche nach Investoren gewesen. „Letztendlich haben sich alle Interessenten aus dem laufenden Investorenprozess zurückgezogen. Niemand sah sich in der Lage, das Unternehmen mit frischem Geld und einem sicheren Zukunftskonzept zu versorgen“, bedauert Hirte.

Der Insolvenzverwalter hatte das Unternehmen nach dem Insolvenzantrag im September 2019 unter schwierigen Bedingungen bis heute fortgeführt, in der Hoffnung, eine geeignete Sanierungslösung für Rettinger zu finden. „Die Mitarbeiter haben vollen Einsatz gezeigt, gerade in den Zeiten, in denen wir auf Kurzarbeit zurückgreifen mussten. Die Geschäftspartner standen zum Unternehmen und haben das Ihre dazu beigetragen, dass wir das Unternehmen so lange wie möglich fortführen können. Dennoch bleibt nichts anderes übrig als den Geschäftsbetrieb einzustellen“, berichtet Hirte.

Die Rettinger Kunststofftechnik GmbH produziert Kunststoffteile aus Thermoplasten und Mikrospritzguss-Teile. Den weit überwiegenden Teil des Umsatzes von zwölf Millionen Euro erwirtschaftet das Unternehmen mit der Automobilindustrie.

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