das Magazin für  Insolvenzverwalter, Gerichte, Dienstleister, Wissenschaft, Banken, Versicherungen und alle, die am Thema Insolvenz interessiert sind
Ein Produkt der » Verlag INDat GmbH

Titelthema | Peter Reuter | INDat Report 08_2014 | November 2014

Verwalter 2020:

Verändern sich

Markt, Beruf und

Selbstverständnis?

Köln. Zehn Jahre ist es her, dass das Bundesverfassungsgericht festgestellt hat, dass sich die Betätigung als Insolvenzverwalter zu einem eigenständigen Beruf entwickelt und sich ein neuer Markt gebildet hat. Doch dieser Markt befindet sich heute mehr denn je im Umbruch, nicht zuletzt ausgelöst durch das ESUG. Für die massehaltigen Verfahren bestimmen seit März 2012 eher Gläubiger bzw. Schuldner, wer als Verwalter/Sachwalter zum Zuge kommt. Die »Verlässlichkeit«, regelmäßig und auskömmlich vom Gericht bedacht zu werden, besteht nur noch eingeschränkt. Und nicht nur das: Neue Berater und internationale Wirtschaftskanzleien besetzen das Feld der Restrukturierungsberatung und können nach Insolvenzantrag weiterhin (mit)bestimmend an Bord bleiben. Man diskutiert wieder über die Unabhängigkeit des Verwalters, den Nutzen von aufwändigen Qualitätsstandards und den notwendigen Zuschnitt einer Verwalterkanzlei. Es scheint, als redeten derzeit viele Verwalterbüros aus Synergie- und Präsenzgründen über Zusammen- und Anschlüsse zu (noch) größeren Einheiten. Wohin geht nun der Trend, wie sehen die Tätigkeit, der Kanzleimarkt und das Selbstverständnis der Insolvenzverwalter im greifbaren Jahr 2020 aus? Was verändert sich, was wird bleiben? Dazu holte der INDat-Report 100 Stimmen aus der »Verwalterszene« ein, die ihre Prognose in einem Satz formulieren sollten. Zusammen bilden die Resonanzen ein interessantes Kaleidoskop der Stimmungen, Erwartungen und Befürchtungen.

RA Volker Böhm, Schultze & Braun

»Der stärkere Einfluss von Gläubigern und Beratern wird dazu führen, dass sich der Markt zweiteilt: auf der einen Seite die Kanzleien für anspruchsvolle, sanierungsorientierte Verfahren, auf der anderen Seite Kanzleien, die über Standard-Abwicklungsverfahren nicht mehr hinauskommen.«

RA Manuel Sack, Brinkmann & Partner

»Die Verwalter werden zunehmend in größeren multidisziplinären Einheiten organisiert sein, in denen das Beratungsgeschäft einen wesentlichen Anteil ausmachen wird.«



RA Dr. Nils G. Weiland, Dr. Weiland und Partner

»Der (gute) Verwalter 2020 wird noch stärker um Unabhängigkeit von organisierten und gut beratenen Interessengruppen und Verfahrensbeteiligten bemüht sein müssen.«


RA Dr. Bruno M. Kübler, KÜBLER

»ESUG und Konzerninsolvenzrecht sind in der Praxis angekommen, Großkanzleien beherrschen die Szene, einzelne Insolvenzboutiquen behaupten sich gegen den Trend!«


RAin Dr. Susanne Berner, Berner Insolvenzverwaltung

»Der ideale Verwalter heute und morgen versteht sich als Kommunikator, Teamplayer und Mediator; empathisch, transparent und lösungsorientiert betreibt er im konstruktiven Dialog mit sämtlichen Akteuren die nachhaltige Sanierung als Interessenvertreter der Gläubiger – die Zukunft gehört den Netzwerkern und nicht den Einzelkämpfern.«


RA Axel Bierbach, MHBK Müller , Heydenreich Bierbach & Kollegen

»Die fachlichen und charakterlichen Anforderungen an den Verwalter steigen weiter, und nur Qualität, Leistungsbereitschaft und Orientierung am Gläubigerinteresse werden sich langfristig auszahlen.«

(…)

Diese Ausgabe bestellen » Bestellformular (PDF)

Ihr Draht zu uns

Sie wollen ein Probeheft, ein Abo oder ein Handbuch bestellen?

Ihr Unternehmen möchte eine Anzeige in einer unserer Publikationen schalten?

Schreiben Sie uns eine Mail
kundenservice@indat-report.de